Definition: Sammelbezeichnung für verschiedene Erkrankungen des Auges, die mit einer vergrößerten Excavatio disci nervi optici (physiol. Ausbuchtung in der Netzhaut im Bereich des Sehnerveneintritts) und meist einer Erhöhung des Augeninnendrucks einhergehen.
Als Augeninnendruck wird der auf der Augeninnenseite lastende Druck bezeichnet, welcher bei Patienten mit Glaukom häufig erhöht ist.
Der Sehnerv, der die Seheindrücke an das menschliche Gehirn weiterleitet, kann aufgrund eines erhöhten Augeninnendrucks verletzt werden. Die daraus resultierenden Beschädigungen in der Wahrnehmungsfähigkeit des Auges werden als Gesichtsfeldausfälle bezeichnet. Diese Folgeerscheinungen sind im Anfangsstadium kaum spürbar und treten erst im Spätstadium der Erkrankung auf. Ein bereits eingetretener Glaukomschaden ist irreversibel. Diese Krankheit gehört in Deutschland zu der häufigsten Erblindungsursache.
Um eine frühzeitige Erkennung der Erkrankung zu ermöglichen wird empfohlen, regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen nachzukommen. Personen ab dem 35. Lebensjahr sollten sich alle 2 Jahre und Personen ab dem 40. Lebensjahr einmal pro Jahr kontrollieren lassen. Die Untersuchung kann sowohl bei jedem Augenarzt als auch bei jedem qualifiziertem Augenoptiker durchgeführt werden.
Die Kontrolle bei einem Augenoptiker erfolgt ohne jeglichen Kontakt zum Auge. Um optimale Untersuchungsergebnisse erzielen zu können, wird neben der Augeninnendruckmessung, das Gesichtsfeld und der Kammerwinkel kontrolliert. Sofern Auffälligkeiten erkennbar sind, erfolgt für weiterführende Behandlungen eine Überweisung zum Augenarzt.
Im Auge wird dauerhaft Kammerwasser gebildet, welches durch das Trabekelwerk, ein schwammähnliches Gewebe, aus dem Auge in das Venensystem abgeleitet wird. Insofern ist ein konstanter Druck im Auge gewährleistet.
Einer der meisten Gründe für das Glaukom ist eine leichte Blockade im Trabekelwerk, die dazu führt, dass der Druck im Auge ansteigt. Der Sehnerv ist die einzige Stelle im Auge, die relativ weich ist. Infolgedessen tritt dort durch den erhöhten Druck ein langsames Absterben der Nervenfasern ein. Das zentrale Sehen ist auf Grund der innen liegenden Fasern lange gesichert, sodass zuerst das periphere Sehen betroffen ist (zunehmendes Tunnelsehen). Des Weiteren kann ein Abschnüren der dünnen Arterien im Auge erfolgen, welche die Netzhaut mit Sauerstoff versorgen. Die Netzhaut verliert somit an Leistungsfähigkeit.
Schnitt durch das Auge
Schätzungen zu Folge haben ca. 3 Millionen Menschen in Deutschland einen zu hohen Augeninnendruck. Weitere eine Million sind am Glaukom erkrankt und noch mal so viele wissen es gar nicht.
Erkenntnisse zeigen, dass mit zunehmendem Lebensalter die Häufigkeit des Glaukoms ansteigt. Darüber hinaus können Faktoren genannt werden, die eine Entstehung des Glaukoms begünstigen. Dazu zählen erhöhte Kurzsichtigkeit, Altersgrenze ab 40, niedriger Blutdruck und Erkrankungen wie beispielsweise Diabetes mellitus. Eine Gefährdung liegt auch bei Patienten vor, die über einen längeren Zeitraum Kortison-Präparate gegen Allergien oder Rheuma einnehmen müssen.
Eine Behandlung der Krankheit erfolgt ausschließlich durch einen Augenarzt! Zunächst erfolgt die konstante Verabreichung von entsprechenden Augentropfen, die zur Reduzierung der Produktion des Kammerwassers führen. Sollten die Medikamente nicht mehr die gewünschte Wirkung erzielen, können weitere Maßnahmen in Betracht gezogen werden, die mit dem behandelnden Augenarzt besprochen werden.
Wir geben unseren Kunden die Möglichkeit, nach Erhalt neuer Medikamente, bei uns die Wirkung in den ersten Tagen/Wochen zu testen. Dies erfolgt mit mehreren Messungen des Augeninnendrucks am Tag, durch dessen Ergebnisse folglich ein Tagesprofil erstellt und dem behandelnden Augenarzt zur Verfügung gestellt werden kann.
Gerade die Messungen für ein Tagesprofil erfordern Zeit, die in vielen Praxen oftmals fehlt.
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Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
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