Das „Trockene Auge“ (Keratoconjuncivitis sicca) ist die häufigste Augenerkrankung in Deutschland von der jeder Achte betroffen ist.
Es handelt sich hierbei um eine chronische Erkrankung mit ganz unterschiedlichen Beschwerden, welche von Patienten zu Patienten aber auch von einem Tag zum anderen sich unterschiedlich stark darstellen.
Der größte Teil der Betroffenen klagt über folgende Symptome:
Etwas widersprüchlich erscheint es auf den ersten Blick, dass das „Trockene Auge“ oftmals stärker tränt. Die Ursache hierfür liegt in einer defekten Zusammensetzung des Tränenfilms. Somit kann die Tränenflüssigkeit nicht mehr auf dem Auge gehalten werden.
Durch die vermehrt geröteten Augen ist das Phänomen „Trockenes Auge“ schnell mit einer Bindehautentzündung zu verwechseln. Klarheit hier verschafft jeder Augenarzt, um eine entsprechende Behandlung zu ermöglichen.
Ein defekter oder auch unregelmäßiger Tränenfilm ist die Ursache für das „Trockene Auge“. Mit Hilfe des Tränenfilmaufbaus ist es möglich, die Ursache für die chronische Erkrankung besser zu erklären.
Der Tränenfilm ist alles andere als eine Wasserschicht. Er benetzt nicht nur die Hornhaut, Bindehaut und die Innenseiten der Augenlider, sondern ist gleichzeitig noch ein Schutz gegen Viren und Bakterien. Er ist auch wesentlich an der Sehschärfe des Auges beteiligt.
Der Tränenfilm setzt sich aus drei Schichten zusammen, die allerdings nicht genau getrennt sind, sondern einen gleitenden Übergang haben.
Die erste Schicht wird Mucinschicht genannt. Sie wird in den Becherzellen produziert und liegt direkt auf der Hornhaut auf. Ihre Aufgabe ist es, die wasserabstoßende Hornhaut mit Wasser zu benetzen und die Oberfläche zu glätten. Des weiteren umhüllt sie ins Auge geratende Fremdkörper mit Schleim und macht sie somit unschädlich.
Die mittlere Schicht, auch „wässrige Schicht“ genannt, wird in den Tränendrüsen gebildet und hat mengenmäßig den größten Anteil am Tränenfilm. Sie schützt, befeuchtet und ernährt die sensible Hornhaut. Sie ist allerdings für das „Trockene Auge“ nur bedingt zuständig.
Die äußere Schicht, auch Lipidschicht genannt, ist eine dünne Fettschicht, die für die Stabilität des Tränenfilms zuständig ist. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, die wässrige Phase vor einer zu schnellen Verdunstung zu schützen. Außerdem sorgt sie dafür, dass die Tränenflüssigkeit nicht über die Lidkante am Auge läuft. Die Lipide werden in den Meibomschen Drüsen produziert und mittels Lidschlag an den Lidrand des Ober- und Unterlids gedrückt. Von dort gelangen sie auf den Tränenfilm und bilden die Lipidschicht.
In den meisten Fällen (fast 80% der Betroffenen) liegt das Problem in einer nicht intakten Lipidschicht. Der Tränenfilm reißt zu schnell auf und die wässrige Phase verdunstet oder läuft über die Lidkante ab.
In den letzten Jahren ist die Zahl stetig angestiegen und der Trend wird weiter zunehmen, da immer mehr Arbeit an Computern verrichtet wird. Somit sind auch immer häufiger junge Menschen von dem „Trockenen Auge“ betroffen. Das Problem liegt an der konzentrierten Arbeit bzw. am „Starren“ auf den Bildschirm. Hierbei wird der normale Lidschlag (20-25 Mal die Minute) auf nur noch 7 Mal reduziert. Somit wird die Fettschicht instabil und der Tränenfilm reißt auf.
Eine weitere Ursache können Kontaktlinsen sein. Wenn diese nicht korrekt angepasst sind, sorgen diese für eine Schädigung der Lipidschicht und die Kontaktlinsen werden als Fremdkörper empfunden.
Aus diesem Grund sollten die Kontaktlinsen immer durch eine/n Augenoptikermeister/In bzw. Kontaktlinsenspezialisten angepasst werden!!!
Weitere Ursachen die zu einem „Trockenen Auge“ führen sind:
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